Kinder lernen gern in jeder sich für sie bietenden Situation.
Dabei werden, bedingt durch durch den stetig ansteigenden Leistungsdruck selbst im Kleinkindalter bereits eine nicht zu unterschätzende Anzahl von Lernprogrammen eingesetzt - jeder Pädagoge kennt Willis Zahlenland, Würzburger Sprachprogramm und wie sie alle heißen. Elternprogramme wie Musikkreise, Singstunden, Eltern-Kind-Turnen etc. ergänzen diese Angebote.
Sicher hat jedes von ihnen seine Berechtigung, oftmals bleibt dabei jedoch das Kind als Individuum auf der Strecke.
Früher selbstverständliche Begegnungen mit Tieren, etwa auf dem Bauernhof oder zu Hause, sind heute in städtischen Gebieten meist nur noch Urlaubserlebnisse und selbst in Randgebieten nicht mehr alltäglich. Bedingt durch Berufstätigkeit der Eltern, Verbote der Haustierhaltung durch Vermieter oder andere persönliche Umstände ist ein Haustier in den Familien auch eher die Ausnahme.
Der Bereich der tiergestützten Pädagogik ermöglicht Kindern, in ihren individuellen Lerntempo mit speziell dafür ausgebildeten Tieren neue Erfahrungen mit sich, den Tieren und der Umwelt zu sammeln, diese mit Hilfe der Pädagogen kindgerecht aufzuarbeiten und so wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen.
Durch einen zielgerichteten, geplanten und sorgsam vorbereiteten Tierkontakt können
- sensorische und motorische Wirkungen
- kognitive Wirkungen
- sozio-emotionale Wirkungen
erzielt werden.
- Allein die Anwesenheit eines Tieres kann die Stimmung lockern,
Ängste nehmen (sofern keine Phobie vorliegt)
- Tiere können Kontaktstifter sein
- Tiere können eine Brücke zwischen Menschen bauen
- positive Erfahrungen mit Tieren werden auf andere Lebensbereiche
übertragen.
Mehrere Untersuchungen namhafter Wissenschaftler belegen die möglichen Auswirkungen auf Stoffwechsel, Heilungsdauer und emotionales Empfinden betroffener Personen mit oder ohne Tierkontakt.